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 Hygienisierungen v. Hausinstallationen 

 

Desinfektion einer Hausinstallation

Desinfektion / Basishygienisierung einer Hausinstallation nach mikrobiologischem Befall von Biofilmen und Korrosion.(Nachweis von Pseudomonas aeruginosa ,siehe Beschreibung nach den Bildern). 

Vor und nach Abschluß der Reinigung

 

Spülbeginn / nach 7-stündiger Behandlung (Desinfektion u.- Einwirkzeit)

 4-Stunden Einwirkzeit4-Stunden Einwirkzeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spülende / Ergebnis nach 2-stündiger Spülung der Hausinstallation

(Kein Schlamm, Sediment und kein Nachw. an Bakterien

 nach Spülungnach Spülung

 

 

 

 

 

 

 

 

Forscher untersuchen Wasserproben aus öffentlichen Gebäuden

Keime aus dem Wasserhahn

Bericht des WDR vom 28.09.2010

Jede achte Wasserleitung in öffentlichen Gebäuden ist verkeimt. Das ist das Ergebnis einer Studie Essen. Die Forscher haben bundesweit rund 20.000 Proben von Gesundheitsämtern untersucht.WDR.de beantwortet die wichtigsten Fragen

Es sind vor allem die Bakterienstämme der Legionellen und Pseudomonaden, die sich in den Wasserleitungen von Altenheimen, Schulen, Hotels oder Krankenhäusern tummeln. Für ihre Arbeit haben die Forscher der Universität Duisburg/Essen  die Trinkwasserproben von 40 Gesundheitsämtern in Deutschland zwischen 2003 und 2009 ausgewertet. Insgesamt waren es rund 20.000 Messungen. Der Bonner Facharzt für Hygiene, Thomas Kistemann, hat an der Studie seiner Essener Kollegen mitgewirkt.  Mit ihm hat WDR.de über folgende Fragen gesprochen:

Hier der Link zu dem Bericht, sowie dem Video http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/09/28/wdr-aktuell-trinkwasser.xml

 

Pseudomonas aeruginosa

Ökologie

Pseudomonaden sind ubiquitär, also allgegenwärtig in der Umwelt („Pfützenkeim“). Man findet sie im Boden, Wasser sowie in oder auf Pflanzen und Tieren. Pseudomonaden leben oft saprotroph, also von abgestorbenem organischen Material. Man findet sie auch häufig in der Rhizosphäre, diese von den Pflanzen beeinflusste Umgebung stellt ein gutes Habitat für Pseudomonaden dar, sie sind gut an die Rhizosphäre angepasst. So bewegen sie sich unter anderem aktiv, sind chemotaxisch und resistent gegen spezielle Abwehrstoffe der Pflanzen. Obwohl einige pflanzenpathogen sind, tragen viele Arten auch zum Schutz der Pflanzen bei, indem sie innerhalb der Rhizosphäre andere Mikroorganismen verdrängen. Des Weiteren sind einige Arten wie Pseudomonas putida mit arbuskulären Mykorrhizapilzen assoziiert und fördern somit sogar das Wachstum der Pflanzen. Man spricht von plant growth promoting rhizobacteria (PGPR).

Pathogenität

Die Pseudomonaden sind physiologisch hoch flexibel und können auch als opportunistische Krankheitserreger bei bereits geschwächten Pflanzen und Tieren auftreten. Von vielen Pseudomonas-Arten existieren pflanzenpathogene Stämme, so genannte Pathovare (Phytopathogene). Die Art Pseudomonas marginalis verursacht, meist an Sprossachsen, die Weichfäule. Pseudomonas syringae subsp. savastanoi pv. oleae verursacht die Tuberkelkrankheit beim Olivenbaum. Bei Tieren kann u. a. die Fleckenseuche der Süsswasserfische von Pseudomonas verursacht werden. Arten wie Pseudomonas aeruginosa können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich sein. Das hochgefährliche NervengiftTetrodotoxin (TTX) wird von einigen Pseudomonas-Arten produziert. Auch anhydro-TTX, eine im molekularen Aufbau leicht abweichende Variante, wurde bei dieser Gattung nachgewiesen. Pseudomonas und auch verschiedene Vibrionen werden für die starke Giftigkeit verschiedener Kugelfische verantwortlich gemacht. Der Fisch nimmt die Bakterien vermutlich durch die Nahrung (z. B. verschiedene Krebstiere, Würmer und Rotalgen) auf. Pseudomonas wurde bei dem Kugelfisch Takifugu poecilonotus (Synonym: Fugu poecilonotus) nachgewiesen.Man geht hierbei von einer Symbiose zwischen dem Kugelfisch und den Bakterien aus. Der Kugelfisch setzt das Gift für die Verteidigung bzw. Abschreckung gegen Räuber ein und liefert den Bakterien wiederum ein geeignetes Habitat. Die Fähigkeit der Bakterien, insbesondere der Vibrionen, Tetrodotoxin zu bilden, wurde allerdings wieder in Frage gestellt.

Klinische Bedeutung

Die Gattung ist klinisch besonders wichtig, weil die Mehrheit ihrer Mitglieder Resistenzen gegen Antibiotika aufweist. Außerdem sind sie fähig, bei höherer Zelldichte Biofilme (Schleime) zu bilden, die sie gegen Fresszellen und Antibiotika schützen. Während Bakterien der Gattung Pseudomonas bei Menschen mit intaktem Immunsystem selten Krankheiten verursachen, können sie bei Patienten, deren Immunsystem bereits geschwächt ist (beispielsweise in Krankenhäusern, sogenannte Hospitalismuskeime), die Infektion von Wunden, Atem- und Harnwegen, Lungenentzündung sowie Sepsis und Herzerkrankungen verursachen. Wundinfektionen durch P. aeruginosa zeichnen sich durch ihre blau-grüne Färbung und ihren süßlich-aromatischen Geruch aus. Besonders gefährdet sind Patienten mit der Erbkrankheit Cystische Fibrose (Mukoviszidose), bei denen Lungenentzündungen durch Pseudomonas die häufigste Todesursache ist.